- Entdecken Sie die besten Nachrichtenartikel aus der Geschichte des Jahres 2020, darunter einen in Auschwitz ausgegrabenen versteckten Brief und den letzten Überlebenden eines "ausgestorbenen" indigenen Stammes.
- Top History News von 2020: Lebender Nachkomme einer 'ausgestorbenen' indigenen Gruppe in Tennessee gefunden
Entdecken Sie die besten Nachrichtenartikel aus der Geschichte des Jahres 2020, darunter einen in Auschwitz ausgegrabenen versteckten Brief und den letzten Überlebenden eines "ausgestorbenen" indigenen Stammes.
Vom alten Ägypten und Rom über den Zweiten Weltkrieg bis zur Bürgerrechtsbewegung hat uns 2020 einige der aufregendsten historischen Entdeckungen in jüngster Zeit beschert. Dank ausgegrabener Überreste, ungedeckter Dokumente und unglaublichem Glück enthüllen die faszinierendsten Nachrichten der Geschichte des Jahres Antworten auf langjährige Rätsel - und werfen manchmal noch verlockendere Fragen auf.
Ob es sich um Hinweise auf einen versteckten Cache mit Nazi-Gold oder um die Intrige um ein angebliches Sterbebettfoto von Abraham Lincoln handelte, die besten Nachrichten über die Geschichte im Jahr 2020 haben uns alle beeindruckt. Dies sind die erstaunlichsten historischen Entdeckungen des Jahres:
Top History News von 2020: Lebender Nachkomme einer 'ausgestorbenen' indigenen Gruppe in Tennessee gefunden
Wikimedia CommonsEin angebliches Porträt von Demasduit, der Tante der letzten bekannten Beothuk-Frau Shanawdithit.
Die Beothuk in Neufundland lebten friedlich bis in die 1500er Jahre - als europäische Siedler ankamen. Die Kolonisatoren brachten neue Krankheiten mit sich, die schließlich zum Aussterben der Beothuk führten. Zumindest glaubten Experten dies bis April 2020.
In einer erstaunlichen historischen Entdeckung zeigten DNA-Beweise, dass die Beothuk-Linie überlebt hatte. Ein in Tennessee lebender ahnungsloser Mann wurde als lebender Nachkomme der indigenen Gruppe identifiziert.
Vor dieser bemerkenswerten Entdeckung glaubte man, dass das letzte bekannte Mitglied eine Frau namens Shanawdithit war, die 1829 an Tuberkulose starb.
"Die Frage war, ob diese genetischen Nachkommen Nachkommen hatten und diese Nachkommen Nachkommen hatten und ob sie bis in die Neuzeit bestehen", erklärte der Forscher Steven Carr im Genome Journal. "Und die Antwort aus meiner Analyse lautet: Ja, das tun sie."
Memorial UniversitySteven Carr sagte, er habe seine Studie durchgeführt, weil "sich alle fragen, was mit dem Beothuk passiert ist".
Carr begann seine Forschung mit der Analyse der Schädel von Shanawdithits Onkel und Tante Demasduit sowie der mitochondrialen DNA aus den Überresten von 18 Beothuk-Menschen. Bemerkenswerterweise deuteten die DNA-Beweise nicht nur darauf hin, dass der Tennesseaner von diesem Stamm abstammte, sondern dass sein Genom mit dem von Shanawdithits Onkel „identisch“ war.
Anschließend suchte er in der GenBank nach Übereinstimmungen, einer DNA-Datenbank der US National Institutes of Health, die eine Fülle von DNA-Sequenzen aus kommerziellen DNA-Tests und wissenschaftlichen Forschungsprojekten enthält. Schließlich fand Carr eine perfekte Übereinstimmung mit einem zufälligen Mann aus Tennessee, der von Carrs historischer Entdeckung völlig überwältigt war.
"Ich habe tatsächlich mit der Person gesprochen und er ist fasziniert, diesen Zusammenhang herauszufinden", sagte Carr. „Das Seltsame daran ist, dass er seit… Jahren Genealogie betreibt. Er kann seine mütterliche Abstammung fünf Generationen zurückverfolgen, und in diesen Aufzeichnungen sind keine Hinweise auf eine Abstammung der First Nations oder der amerikanischen Ureinwohner enthalten. “
Carrs Studie stellte auch fest, dass es keine wesentliche genetische Beziehung zwischen dem Beothuk und den beiden anderen indigenen Gruppen Neufundlands, dem Paläo-Eskimo und dem maritimen Archaikum, gab. Letztere sind vor etwa 3.400 Jahren praktisch verschwunden, während erstere vor 3.800 bis 1.000 Jahren in der Gegend lebten. Dies bedeutet, dass sich beide mit dem Beothuk überschneiden, was an sich schon eine faszinierende Entdeckung ist.
Während andere Experten wie William Fitzhugh vom Arctic Studies Center der Smithsonian Institution fest davon überzeugt sind, dass DNA-Studien nicht das A und O sind, war Carrs Arbeit zweifellos eine der aufschlussreichsten Nachrichten der Geschichte des Jahres.