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Zu Beginn des Ersten Weltkriegs versuchte ein amerikanischer Künstler und britischer Zoologe unabhängig voneinander, Winston Churchill davon zu überzeugen, auf allen Schiffen der Royal Navy Streifen zu malen.
Gegen die Intuition hoffte das Paar jedoch, dass diese Streifen als Tarnung wirken würden - nicht zum Verbergen, sondern zum Verwirren.
Churchill, damals Großbritanniens erster Lord der Admiralität, lehnte die Idee ab. Er schoss die Zebrastreifen als "Freak-Methoden" ab, die die Admiralität laut Autor Peter Forbes als "von akademischem Interesse, aber nicht von praktischem Vorteil" ansah.
Aber dann hat einer ihrer eigenen Marinekünstler und Offizier der Royal Naval Volunteer Reserve, Norman Wilkinson, diese Ideen huckepack genommen und verfeinert.
Anstatt sich vom Tierreich oder der Kunsttheorie inspirieren zu lassen, schlug Wilkinson vor, abstrakte "Massen mit stark kontrastierenden Farben" zu verwenden, wie zum Beispiel sehr auffällige Streifen, Kleckse und Scherben. Bei der Abdeckung eines Schiffes hofften Experten, dass die Farbgebung U-Boote in der Nähe über die wahre Größe, Form und beabsichtigte Navigation des Schiffes verwirren würde. Wenn alles nach Plan lief, würde die Färbung das gestreifte Schiff schwerer zu treffen machen.
Während der Erste Weltkrieg noch tobte, übernahm die Admiralität diese sogenannte "Blendtarnung", und die US-Marine folgte bald diesem Beispiel.
Die Wirksamkeit des Schemas war sehr unterschiedlich, und einige Historiker sagten, dass die Regierungen zu viele Variationen verwendeten, um die Wirksamkeit der Farbe genau zu messen. Trotzdem ging der Brauch weiter. Während des Zweiten Weltkriegs übernahmen auch die Deutschen die Technik.
Die Taktik würde jedoch nicht so lange dauern. Als Radar, Entfernungsmesser und Flugzeuge weiterentwickelt wurden, litt die Erfolgsrate der Blendetarnung und ihre Verwendung nahm ab.
Die Galerie oben zeigt einige der auffälligsten Beispiele für Blendetarnung, vor allem aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, als die Methode am weitesten verbreitet war.