Dieser unglaubliche Fotovergleich zeigt, wie Archäologen den verlassenen Maya-Tempel von El Castillo in Chichen Itza in seinem früheren Glanz wiederherstellten.
El Castillo, 1892. (Siehe aktuelles Foto unten.)
Heute erhebt sich der majestätische El Castillo-Tempel stolz über den Überresten der alten Maya-Stadt Chichen Itza. Aber vor nicht allzu langer Zeit sah es so aus, als würden diese historischen Überreste das 21. Jahrhundert überhaupt nicht mehr erleben.
1913 schlug der Archäologe Sylvanus Morley eine Expedition zur Halbinsel Yucatan vor, um Chichen Itza zu graben, der damals in Trümmern lag. Zehn Jahre später, nachdem sich die mexikanische Revolution verzögert hatte, konnte Morley endlich mit der Ausgrabung dieser unglaublichen Stätte beginnen.
Als Morley und sein Team 1923 in Yucatan ankamen, war El Castillo in Trümmer gefallen, kaum sichtbar durch die Vegetation, die seine äußere Struktur übernommen hatte.
Dies war angesichts der Schätzungen, die besagen, dass das Bauwerk zwischen 800 und 900 n. Chr. Auf den Fundamenten früherer Tempel errichtet und seit dem 15. Jahrhundert aufgegeben wurde, kaum überraschend.
Mit jahrhundertelanger Abnutzung begannen Morley und seine Gesellschaft, El Castillo - bekannt als der Tempel von Kukulcan für die Mayas, wiederherzustellen, benannt nach ihrem gefiederten Schlangengott.
El Castillo im Jahr 2009.
Es dauerte noch fast zehn Jahre, bis El Castillo erreicht war. Dort fand das Team Innenkammern mit Statuen, die mit Perlmutt eingelegt waren, mit Türkis gefüllten Kisten und einem Jaguar, der fast ausschließlich aus Jade bestand.
Seit diesen frühen Bemühungen leitet das mexikanische Nationalinstitut für Anthropologie und Geschichte alle Bemühungen, El Castillo und alle beeindruckenden Überreste von Chichen Itza zu erhalten, die zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurden.
Die Tatsache, dass El Castillo und Chichen Itza so gut restauriert wurden, kann sie jetzt jedoch verletzen. Nach Angaben der UNESCO sind die heute beeindruckenden Überreste des Ortes aufgrund des intensiven Tourismus anfällig. Schätzungsweise 3.500 Menschen besuchen Chichen Itza täglich, was eine ständige Wartung erfordert.
Leider bedeutet laut UNESCO ein Mangel an Personal, das für die Pflege von Chichen Itza benötigt wird, dass „kein Notfallplan für das Gelände existiert und es keine langfristige Überwachung des Erhaltungszustands gibt“.
Aber zumindest jetzt können wir eine der spektakulärsten Wiedergeburten aller antiken Denkmäler der Welt genießen: